Implantate
Linsenimplantate
Linsenimplantate kommen in der Augenheilkunde seit den 60er Jahren routinemäßig zum Einsatz. Die Implantation einer Kunstlinse nach Entfernung der getrübten Augenlinse (Kataraktoperation bei Grauem Star) ist eine der am häufigsten durchgeführten Operationen überhaupt.
In den letzten Jahren hat sich ein weiterer Anwendungsbereich für Kunstlinsen etabliert: Die Implantation einer zusätzlichen Linse zur Korrektur einer bestehenden hohen Fehlsichtigkeit. Da in diesen Fällen die natürliche Linse nicht entfernt wird, stellt die Kunstlinse eine zusätzliche oder sogenannte phake Linse dar.
Phake Linsen
Je nachdem, ob die phake Linse vor die Regenbogenhaut oder dahinter eingepflanzt wird, spricht man von Vorderkammerlinsen oder Hinterkammerlinsen.
Acrysof Cachet Phakic IOL (ehemals Acrysof "Kontaktlinse im Auge")
Die Acrysof Phakic IOL ist zwischen der Hornhautrückfläche und der Regenbogenhaut positioniert und ist demzufolge eine Vorderkammerlinse.
Hornhautimplantate
Hornhautimplantate kommen wesentlich seltener zum Einsatz. Zu den bekanntesten zählen die Intrastromalen Cornealen Ringsegmente (ICRS), die hauptsächlich zur Stabilisierung der Hornhaut bei Keratokonus eingesetzt werden.
KAMRA Linse (ehemals AcuFocus Hornhaut-Implantat)
Die KAMRA Linse wird nur einseitig implantiert und ist für Patienten geeignet, die sich früher bereits einer LASIK Operation unterzogen haben. Das Einpflanzen einer KAMRA Linse kann auch mit einer iLASIK Operation zur Korrektur einer bestehenden Kurz- oder Weitsichtigkeit kombiniert werden.

